Ganzheitlicher Umweltschutz

9 03 2009

Unsere Motivation

Wir sind eine Gruppe von hauptsächlich aus der Fakultät III stammende StudentInnen, die der Wunsch nach einem gesellschaftswissenschaftlich-ökologischen Akzent in den Ingenieurswissenschaften vereint. Derartige Studienmöglichkeiten gibt es derzeit an der TU Berlin nicht, was uns animiert hat, selbst ein Projekt auf die Beine zu stellen. Dafür haben wir uns das Konzept der Projektwerkstatt ausgesucht, um ein Lehr- und Foschungsgebiet dieser Prägung ins Leben zu rufen.

Im Laufe unserer Recherchen haben wir herausgefunden, dass ein ähnliches Projekt schon einmal mit großem Erfolg existierte. 1983 wurde durch eine Projektwerkstatt die Grundlage für ein Lehr- und Forschungsgebiet “Ganzheitlicher Umweltschutz” an der TU Berlin geschaffen. Dieses beschäftigte sich mit der politischen, d.h. auch sozialen und kulturellen, Dimension des Umweltschutzes und feierte am 24. November 1995 sein 10-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2005 wurde es nach einer inaktiven Zeit vom Institutsrat des Instituts für Technischen Umweltschutz abgeschafft. Die heutige Generation von StudentInnen der Umwelttechnik und anderer Studiengänge verfügt somit nicht mehr über ein Lehrangebot auf diesem Feld. Forschungsmöglichkeiten sind sehr begrenzt und tauchen eher zufällig auf. Damit geht für uns ein entscheidender Teil unseres Studiums, nämlich die Einordnung unseres Faches in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext verloren.

Die Projektwerkstatt

Ziele der Projektwerkstatt “Ganzheitlicher Umweltschutz” während ihrer 2-jährigen Laufzeit sind die Entwicklung eines Konzeptes für eine Lehrveranstaltung “Ganzheitlicher Umweltschutz” im Rahmen eines Lehr- und Forschungsgebietes am Institut für Technischen Umweltschutz/FG Systemumwelttechnik im Überschneidungsgebiet zwischen Ökologie, Ingenieurs- und Gesellschaftswissenschaften sowie der Aufbau einer Materialsammlung bzw. digitalen Datenbank zu aktuellen Problemstellungen dieses Themenkomplexes, auf deren kritischer Auswertung das neue Lehr- und Forschungsgebiet aufbauen soll. Am Ende der Projektwerkstatt soll ein umfangreicher Bericht über den Projektverlauf und die Ergebnisse sowie ein fertiges Konzept für eine Lehrveranstaltung “Ganzheitlicher Umweltschutz” stehen.

Darüber hinaus sollen sich die StudentInnen in der Projektwerkstatt Kenntnisse des interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeitens aneignen, sowie Methodenkompetenz (Erlernen von verschiedenen Arbeitstechniken wie Diskussionsleitung, Gruppenarbeit, graphische Darstellung, Informationsbeschaffung und -präsentation).

Um unserem demokratischen Anspruch gerecht zu werden, soll die Projektwerkstatt von allen teilnehmenden StudentInnen gleichberechtigt und gemeinsam betrieben und so eine Sozialkompetenz (Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Akzeptanz unterschiedlicher Ansichten) gefördert werden. JedeR bringt das Wissen seines/ihres Fachgebietes ein. Dieses Prinzip wollen wir auch soweit möglich auf unser Konzept einer Lehrveranstaltung übertragen.





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9 03 2009

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